Beasts’n’beats- Dr. Motte setzt auf Fundraving

Kaum ein Künstler hat in den 1990er Jahren die Message und Kultur von Techno in der Welt so weit verbreitet wie Dr. Motte „der Vater der Loveparade“. Aber er setzt sich nicht nur für die elektronische Musik ein, sondern auch für die Tierwelt. Als im vergangenen Sommer bekannt wurde, dass  Starkregenfälle einen erheblichen Schaden am Dach des Berliner Tierheims verursacht hatten und die Versicherung dafür nicht aufkommen würde, verspürte Dr. Motte den dringenden Wunsch zu helfen.

So entstand die Idee einer Benefiz-Party im Watergate für die notleidenden Tiere in Berlin. Unter dem Motto Beasts’n’beats startet Dr. Motte ein Fundraving der Extraklasse. Für die Party konnte er namhafte Künstler wie Kaiser Souzai, Luna City Express, Axel Karakasis, Lützenkirchen, S-File, Housemeister, DJ T-1000, Namito, Daniel Boon, Eva Be, Magda El Bayoumi und Gero Jansen gewinnen. Sowohl die Künstler als auch die Organisatoren verzichten dabei komplett auf ihre Gagen. Der Erlös der Veranstaltung geht als Spende an den Tierschutzverein für Berlin e.V., der sich bereits seit 176 Jahren für die Rechte von Tieren einsetzt und das Tierheim Berlin betreibt. Wir von pure fm haben es uns nicht nehmen lassen noch einmal bei Dr. Motte nachzuhaken:

pure fm: Wie bist du darauf gekommen eine Benefizparty zu Veranstalten?

Dr. Motte: Das Thema Tierheim hatten wir im Spätsommer eh auf dem Schirm, weil ich da schon in Mainz auf einer Benefizparty für das dortige Tierheim eingeladen war. Als meine Freundin Ellen, die auch gleichzeitig meine Managerin und Geschäftsführerin der Agentur LOGOWERK ist, und ich dann aus der Presse erfahren haben, dass beim Tierheim Berlin das Dach durch den Starkregen im Sommer stark beschädigt wurde und die Tierboxen teilweise sogar mit Wasser voll liefen, schauten wir uns an und es war sofort klar: Da müssen wir was tun!
Zudem hörten wir von ersten Schätzungen des Schadens durch einen Gutachter, der mit Reparaturkosten in schwindelerregender Höhe rechnete und die Versicherung den Schaden nicht übernimmt… Also haben wir direkt im Tierheim angerufen, uns das Drama vor Ort angesehen, ein bisschen im Netzwerk getrommel und ab ging die Post! 🙂 Wir waren echt mehr als überrascht, über so viele positive Reaktionen! Danke an alle Beteiligten.

pure fm: Was genau verstehst du unter Fundraving?

Dr. Motte: Das ist einfach ein Wortspiel aus „Fundraising“ und „Raving“. Es entstammt der kreativen Textschmiede des Logowerks, wie übrigens der gesamte Titel der Veranstaltung. Die elektronische Musikszene im allgemeinen ist eine verantwortungsbewusste Kultur. Wir können ganz easy Helfen mit Spaß verbinden, also Tanzen und etwas Gutes tun. Und darüber hinaus ist es eine Stärke unserer Szene, dass wir schnell und konkret reagieren können, wenn es drauf ankommt. Einfach, indem wir das tun, was wir am besten können: Tanzen für eine bessere Welt. Das schließt für mich immer auch die Tiere mit ein. „So wie man mit Tieren umgeht, so geht man auch mit Menschen um“, hat mal ein schlauer Mann gesagt. 😉

pure fm: Hast du vor, die Fundraving Reihe evtl. für andere Gute Zwecke fortzusetzen?

Dr. Motte: Ja, diese Idee haben wir schon lange. Gerade hat sich ergeben, dass wir gleich im Januar eine Folgeveranstaltung in der Wilden Renate machen. Auch wieder zwei Floors und mindestens genauso großartige Künstler. Langfristig denke ich, dass man mindestens einmal im Jahr so eine Charity-Party machen kann, denn wer in der glücklichen Situation ist Kohle zum verfeiern zu haben, der kann die auch für eine gute Sache verfeiern. Passt auf euch auf und habt euch lieb.
Euer Dr. Motte 🙂

Feiert für den guten Zweck! Ab 22h geht’s diesen Dienstag im Watergate los.

 

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