Frankfurter Grüne wollen polnische Staatsbürger aus Großbritannien

Alena Karaschinski
Alena Karaschinski

Nach dem eindeutigen Wahlergebnis in Großbritannien, wird ein rascher Brexit immer wahrscheinlicher. Die Frankfurter Grünen weisen darauf hin, dass man jetzt um „polnische Rückkehrer*innen aus Großbritannien werben sollte“. Wie Alena Karaschinski, Sprecherin des Kreisverbandes sagte, denken manche der fast fast eine Million polnischer Staatsbürger in Großbritannien über eine Rückkehr in die EU nach. „Während sich Baden-Württemberg schon lange um diese Rückkehr-Willigen bemüht, verschliefen Berlin und Brandenburg in den letzten zwei Jahren die Chance, diese Fachkräfte mit einer Kampagne anzusprechen, um sie in unsere Region zu locken“ so Karaschinski. Die Grünenpolitikerin fordert Oberbürgermeister René Wilke auf, sich schnellstens zusammen mit Slubice auf eine Initiative zu verständigen, um auf unsere Doppelstadt Frankfurt (Oder)-Slubice aufmerksam zu machen.

Jan Augustyniak, DIE LINKE
Jan Augustyniak

Der stellvertretende Fraktionsvorsitzender DIE LINKE in Frankfurt (Oder), Jan Augustyniak reagierte heute auf den Beitrag von Karaschinski. Er sagte gegenüber 98.0 pure fm „Es reicht nicht, wenn die Grünen den Blick nur auf die Fachkräfteeinwanderung richten und eine Initiative mit Blick auf unsere Doppelstadt Frankfurt (Oder)-Slubice fordern. Die Frage guter Arbeits- und Entlohnungsbedingungen –für alle Beschäftigten – ignorieren“.

In einigen Branchen, wie etwa der Altenpflege, ist der Fachkräftemangel ein hausgemachtes Problem – Arbeitsverdichtung, ungeregelte Arbeits- und Pausenzeiten sowie niedrige Bezahlung belasten die Beschäftigten. Die Folge: Ein gutes Drittel der Auszubildenden bricht die Ausbildung vorzeitig ab und die übergroße Mehrzahl der Beschäftigten arbeitet nur in Teilzeit. „Fachkräftemangel ist oft genug eine Folge miserabler Arbeits- und Entlohnungsbedingungen hierzulande“ so der Politiker.

„Nur mit einer starken Tarifbindung und guter Arbeit klappt es auch, unsere Doppelstadt, unsere europäische Grenzregion als Mittelpunkt einer deutsch-polnischen Entwicklungsachse zu etablieren und Wirtschaftsstrukturen zu schaffen, die ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum fördern“, so Augustyniak.

WP-Backgrounds Lite by InoPlugs Web Design and Juwelier Schönmann 1010 Wien