Loveparade-Katastrophe wird gerichtlich aufgearbeitet

Sieben Jahre nach der Loveparade-Katastrophe in Duisburg mit 21 Toten und mehr als 650 Verletzten, werden jetzt doch mutmaßliche Verantwortliche vor Gericht gestellt. Das Düsseldorfer Oberlandesgericht hat nach jahrelangem juristischem Tauziehen entschieden, dass der Fall gerichtlich aufgearbeitet wird…

Nach Auffassung des Senats sind die den Angeklagten vorgeworfenen Taten mit den in der Anklage aufgeführten Beweismitteln mit hinreichender Wahrscheinlichkeit nachweisbar. Dass die den Angeschuldigten vorgeworfenen Sorgfaltspflichtverletzungen ursächlich für die Todes- und Verletzungsfolgen waren, dränge sich nach dem Ermittlungsergebnis auf. Das Ermittlungsergebnis lege nahe, dass die unzureichende Dimensionierung und Ausgestaltung des Ein- und Ausgangssystems für die Besucher und die mangelnde Durchflusskapazität planerisch angelegt und für die Angeklagten vorhersehbar zu der Katastrophe geführt haben, so das Gericht.

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