Pionier der New Yorker Underground-Szene ist tot

David Mancuso zählte zu den Pionieren der New Yorker Undergroundkultur. Am vergangenen Montag (14. November 2016) verstarb er im Alter von 72 Jahren. In den 1970er Jahren rief er die legendären „by invitation only“ Parties in New York ins Leben. Großen Bekanntheitsgrad erlangten sie als „The Loft“ im New Yorker Stadtteil Manhattan. Damit schuf er eine Alternative zu der kommerziellen Klubszene von New York. Bekannt wurden die Partys vor allem durch seine außergewöhnliche Klangqualität und extravaganten DJ-Shows. Seine Partys wurden zum Vorbild und zur Inspirationsquelle für eine lebendige Klubszene. Klubs wie das „Paradise Garage“, „The Gallery“ oder „The Saint“ wurden so zur Geburtsstätte der New Yorker House-Szene. Zusammen mit Vince Aletti und Steve D’Acquisto gründete Mancuso den „New York Record Pool“, in der angehende DJs das Auflegen lernten. Künstler wie Bill Brewster, Junior Sanchez, Erol Alkan und Mark Ronson zählen zu seinen großen Unterstützern.

Gegenüber der Redbull Music Academy äußerte er sich in diesem Jahr: “To me, any time you touch the pitch control, it changes what the artist intended … I think it’s better to remain musical and stick with what the artist intended. Maybe I’m too much of a purist, but once you start adding stuff, it can get out of hand.”

David Mancuso lebte vom 20. Oktober 1944 bis zum 14. November 2016. 

 

 

 

 

WP-Backgrounds Lite by InoPlugs Web Design and Juwelier Schönmann 1010 Wien