Richie Hawtin geht nach New York

Richie Hawtin hat viele Gesichter. In der Musikszene trifft man ihn u. a. als DJ, Produzent, Labelmanager und Entwickler. Das reicht den vielbeschäftigten Mann scheinbar nicht. Jetzt trifft man Hawtin auch in der Kunst an. Zusammen mit dem Leipziger Fotografen und Fotokünstler Andreas Gursky bereitet er eine Ausstellung in New York vor. Hawtin liefert für die „Not Abstract II“ die Soundinstallation in der Gagosian Gallery. Hawtin hat dabei umfangreiche Klanglandschaften entwickelt, die im Einklang mit den Bildern von Gursky stehen. Auf der Website der Galerie ist zu lesen, dass Hawtin die Ideale Wahl für die Ausstellung ist. „Seine einzigartigen hypnotischen Sounds unterstützen Gurskys Erforschung formeller Fragen der Abstraktion mit den Mitteln der Verzerrung und rhythmischen Repetition von Mustern“.

Andreas Gursky zeigt in seiner aktuellen Ausstellung eine Reihe von bisher nicht gezeigten Arbeiten, darunter farbenprächtige Tulpenfelder und ein Werk namens Amazon, dass Pakete in einem Kaufhaus zeigt.

Internationale Anerkennung bekam Richie Hawtin unter seinem Künstler Pseudonym Plastikman, unter dem er sechs Alben veröffentlichte und Audio-visuelle Live-Shows kreierte. Mit seinen Plattenlabels Minus und Plus 8 definiert Hawtin seine Vision von Underground Musik und zählt damit zu einem der führenden Produzenten aus der minimal Szene. Mit seiner Arbeit verbindet Hawtin Sound und Visuals, die ihn immer wieder in das Reich der bildenden Kunst führt. 2013 war er bereits mit seiner Plastikman-Live-Show im Guggenheim Museum in New York zu Gast.

„Not Abstract II“ läuft in der Gagosians Chelsea Gallerie vom 10. November bis 23. Dezember.

Foto: © Johannes Kraemer

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