Soundcloud zum Schnäppchenpreis

Das Berliner Musikportal Soundcloud zählt zu einem der wichtigsten Plattformen für Musiker und Produzenten. Seit dem letzten Jahr überschlagen sich die Schlagzeilen über die Zukunft des Berliner StartUp Unternehmens. Für den laufenden Betrieb brauch Soundcloud frisches Kapital. Erst im Juni 2016 wurden ca. 100 Mio Dollar an Kapital bereit gestellt, 70 Millionen davon von Twitter.  Die Gerüchte über neue Verkaufsverhandlungen schlagen derzeit wieder hohe Wellen. Nach nicht offiziell bestätigten Angaben werden durch Soundcloud bereits Angebote für 250 Mio Dollar in Erwägung gezogen. Ein Schnäppchenpreis wenn man davon ausgeht, dass im vergangenen Jahr noch von einer Milliarde Dollar die Rede war. Die Verhandlungen wurden damals mit Spotify geführt, doch aus dem Deal wurde nichts. Im Januar 2017 trat Google als möglicher Käufer auf die Bühne, der Deal um 500 Mio Dollar kam aber auch nicht zum Abschluss.

Nach eigenen Angaben zählt Soundcloud rund 175 Millionen Nutzer/ Tag. Mit den aufkommenden Boom von Streamingdienstanbieter orientierte auch das Berliner Unternehmen neu. Seit Ende März 2016 startete es parallel zu Apple Music, Spotify und Deezer seinen eigenen Streamingdienst. Durch Soundcloud Go hat der deutsche Streamingdienst Anbieter es bis jetzt nicht geschafft, genügend Nutzer für sich zu gewinnen. Gründe darin liegen sehr wahrscheinlich in der jahrelangen falschen Unternehmenspolitik und es zeigt gleichzeitig, wir hart dieser Markt umkämpft ist.

Anderen Anbietern wie dem Marktführer Spotify geht es nicht viel besser. Trotz Einnahmen von rund 2 Milliarden Doller schrieb das Unternehmen ein Verlust von 173 Millionen Doller. Gründe dafür liegen im Marketing und den hohen Gebühren, die durch die Labels abgerufen werden.

 

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